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Die Kameras und Teleskope Sie werden im folgenden die Teleskope und Kameras kennenlernen, mit denen ich die meisten Fotos des Messier-Projekts angefertigt habe. Der vollständige, ausführliche Fotobericht kann im Anhang des Buches Die Messier-Objekte nachgelesen werden. Die
heimische Sternwarte
Meine Sternwarte
liegt im Westerwald auf 260m Seehöhe. Die ca. 3
m x 3 m große Selbstbau-Rolldachhütte auf Basis eines 28 mm
Blockbohlen- Gartenhauses
beherbergt eine mit der FS-2 angesteuerte, remotefähige
Sideres-85-Montierung.
Diese trägt als Hauptinstrument ein Meade 12’’ f/10 ACF-Teleskop mit
STL-11000M
CCD-Kamera mit TS 2’’ Field-Flattener. Die Brennweite beträgt ca. 2970
mm bei f/9,7. Das nutzbare Feld ist 24 mm x 36 mm groß. Außen ist ein Astro-Physics Apo-Refraktor 130 mm f/6 fest montiert, dessen Brennweite mit Original-Flattener auf 875 mm Brennweite verlängert wird und effektiv ein Öffnungsverhältnis von f/6,7 aufweist. In obigem Foto wird an diesem Refraktor mit dem ALccd 5.2-Autoguider nachgeführt. Dies ist möglich, da der Hauptspiegel des 12-Zöllers geklemmt werden kann und während der Belichtung von bis zu 10 Minuten pro Einzelbild nicht verkippt. Ganz außen ist der optionale der Pentax 75-Refraktor mit 500 mm Brennweite befestigt. Mit ihm und den modifizierten Canon EOS Digitalkameras wurden die meisten Übersichtsaufnahmen angefertigt, auch die in Namibia. An warmen Abenden (wobei "warm" natürlich ein relatives Empfinden ist) nicht kälter als -5°C nehme ich in der Sternwarte unter dem Dach Platz und bleibe die ganze Nacht draußen. In kälteren Nächten steuere ich das ganze vom Haus aus. Links unter dem Rolldach steht der Server, der mittels 100 Mbit LAN-Kabel mit einem Router im Haus verbunden ist. Alle per "Remote Desktop" unter Windows XP Professional ferngesteuerten Teleskope sind mit einem digitalen, ASCOM-kompatiblen Feathertouch-Fokussierer der Firma Starlight Instruments ausgestattet. Mit MaxIm DL wird das Teleskop positioniert und scharfgestellt, und es werden der Autoguider und die CCD-Kameras angesteuert. Die
verwendeten Digital-Kameras
Links im Bild
sehen Sie die beiden verwendeten Canon EOS Modelle 20D (links
oben) und 5D (links unten). Beide Modelle sind hinsichtlich einer
höheren H-Alpha-Empfindlichkeit modifiziert. Die EOS 20D hat einen
Sensor im APS-C-Format ca. 15 mm x 22 mm, die EOS 5D hat einen
sogenannten Vollformatsensor von ca. 24 mm x 36mm. Dies entspricht dem
früheren Kleinbildformat. Die Kamera rechts im Bild ist eine
monochrome SBIG STL-11000M mit integrierten 2"-Filterrad, das
mit Baader LRGB-Filtern bestückt ist. Die Miet-Sternwarte auf Farm-Tivoli in Namibia
Die in 2008 noch dachlose Edwin-Hubble-Sternwarte auf der Astrofarm Tivoli in Namibia beherbergte seinerzeit ein Meade 14’’ ACF-Teleskop auf einer Fornax-51-Montierung mit FS-2-Steuerung. Das Autoguiding erfolgte mit dem Apo-Refraktor Scopos 90/600 mm und einem Meade DSI pro Autoguider. Am Pentax 75 Apo-Refraktor und am 14-Zöller wurde jeweils mit einer modifizierten Canon EOS 5D fotografiert. Die Brennweite wurde mit einem 2"-TeleVue-Reducer (vom Hersteller exakt in dieser Form nicht mehr lieferbar) auf 3000 mm reduziert, das Öffnungsverhältnis betrug ca. f/8,4. Eine Taukappe wurde nicht benötigt. Mit dieser Teleskopeinheit wurden Ende Mai bis Anfang Juni 2008 über 30 Messierobjekte mit digitalen Canon EOS-Kameras aufgenommen. Herzliche Grüße aus dem Westerwald, Ihr Bernd Koch ©
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